Kirche gemeinsam verändern

Bischof Marketz steht vor großen Herausforderungen

Veröffentlicht von Gabriel Stabentheiner am 03.12.2019
Josef Marketz
Josef Marketz ist zum 66. Bischof der Diözese Gurk ernannt

Dass Josef Marketz neuer Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt wird, ist nicht ganz überraschend. Er entspricht in vielerlei Hinsicht dem Anforderungsprofil des Papstes.

Nicht nur als Caritasdirektor war er bemüht, an die Ränder zu gehen, er hat sich stets für jene engagiert, die vom Leben nicht allzu verwöhnt wurden. Man darf also durchaus gespannt sein, welche neuen Akzente er in unserer Diözese setzen wird.

Es ist zu hoffen, dass er die fürstbischöfliche Hofhaltung seines Vorgängers nicht fortsetzen wird und seinen bescheidenen Lebensstil und sein Engagement für die Benachteiligten beibehält. Dabei werden wir ihn auch als Forum MÜNDIGE CHRISTEN gerne unterstützen.

Entscheidend wird sein, wie der neue Bischof mit dem Domkapitel, allen voran mit Dompropst Guggenberger, zusammenarbeitet, wie er den Reformstau in der Diözese bewältigt und welchen Stellenwert er den Laien in der Diözese zugesteht.

Der neue Bischof übernimmt die Leitung der Diözese in einer schwierigen Phase, denn die Causa Schwarz bedarf immer noch einer Klärung. Wir wünschen ihm dabei eine glückliche Hand und jene Entschlossenheit, die nötig sein wird, damit der durch Bischof Schwarz erfolgte Machtmissbrauch mit allen Konsequenzen aufgearbeitet wird.

Die größte Herausforderung, die auf den neuen Bischof wartet, ist die Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit der Kirche. Keine leichte Aufgabe, auch für einen Bischof, der selbst durchaus glaubwürdig erscheinen mag.

In diesem Sinne wird das wöchentliche „Gebet für die Diözese“, welches jeden Mittwoch im Klagenfurter Dom auf Initiative des Forums MÜNDIGE CHRISTEN stattfindet, bis zur Bischofsweihe von Josef Marketz fortgesetzt.